Die Kirchgemeinde Vinelz-Lüscherz
Die Kirchgemeinde Vinelz-Lüscherz umfasst die beiden politisch selbständigen Gemeinden Vinelz und Lüscherz, wobei der Standort der Kirche in Vinelz ist.
Beide Dörfer weisen einen selbständigen Charakter auf. Neben Gewerbe- und kleineren Industriebetrieben sind hier wie dort Landwirtschaft und Sommertourismus vorherrschend.
In Vinelz residierte das Geschlecht «Fenis» auf der «Hasenburg». Lokal gehört diese heute etwa einen Kilometer südwestlich von der Kirche gelegene Ruine nach einem früheren Gebietsaustausch zur Gemeinde Ins. Es wird aber gemäss schriftlichen Zeugnissen davon ausgegangen, dass aus diesem Burgbesitzer-Geschlecht der Bau der Kirche Vinelz zurückzuführen ist. Zwei daselbst aufgewachsene Brüder hatten praktisch zur selben Zeit den Bischofsitz in Basel (Bischof Burkard) und jenen in Lausanne (Bischof Kuno) inne. Beide Diözesangebiete berührten sich dabei im südlichen Jura. Hierbei ist verbrieft, dass der Burkard das Schloss Erlach und Kuno das seinerzeitige Kloster St. Johannsen – heute Ort des Massnahmenzentrums – errichten liessen.
Lüscherz wurde im vorreformatorischen Jahrhundert berühmt durch die Kapelle zu den sieben Eichen, um hier angeblich besonders heilbringende Kräuter anzuschaffen. Selbst gnädige Herren aus Bern wallfahrteten auf Grund einer Vision einer gewissen Katharina von Wildermeth hierher. In der Reformationszeit fiel jene Kathrin in Ungnade und mit ihr die Kapelle. Während erstere in Bern hingerichtet wurde, hat man die Kapelle dem Erdboden gleich gemacht.
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