Kirchgemeinde Organigramm Agenda Links
   
       
   

 

Aus der Geschichte der Kirche Vinelz (ehemals «Fenis»)

Auf Grund der ersten Erwähnung innerhalb des Visitationsberichtes des Bischofs von Lausanne im Jahre 1228 geht man davon aus, dass sie um 1200 im romanischen Stil erbaut wurde. Es dürfte sich um eine Stiftung eines Familienmitgliedes aus dem Geschlechte des späteren Grafen von Fenis-Neuenburg handeln. Die für diese Gegend einmaligen Innenwandbemalungen lassen auf einen besondern Erbauer schliessen.

Die ältesten Wandmalereien dürften in die Entstehungszeit zurückdatiert werden. 1484 erfolgte wohl ein gotischer Umbau: Verlängerung um das Chorteil, Anfertigung des Chorfensters.

 

Unklar bleibt die Datierung des Turmes. Wahrscheinlich wurde er unmittelbar nach dem Abbau der Kapelle zu den sieben Eichen in Lüscherz anno 1525/26 erbaut. Dokumente berichten, dass Abbau-Materialien – ev. sogar ein Abendmahlskelch, ehemals Messbecher – für jenen Bau gebraucht wurden, nachdem ein Bischof hierzu die Bewilligung erteilt hatte. Dazu gehörte auch eine Glocke, welche um 1900 ersetzt wurde. Diese soll 1526 unter der Regie des Niklaus Manuel in den Turm gezogen worden sein.

 

1567 wurden 6 Wappenscheiben eingefügt, deren Originale heute im historischen Museum in Bern aufbewahrt sind.

Im 17. Jahrhundert wurde ein weiterer Umbau vorgenommen, diesmal im Barock-Stil: Einbau einer Empore (damals auf der Westseite), Erstellung der Tonnendecke, Einbau der heutigen Kanzel und ornamentale Innenbemalung der Kirche.

 

Nach weiteren Renovationen zeigte man sich bei der umfassenden letzten (1951) bemüht, insbesondere auch den ursprünglichen Baustil wieder zum Vorschein bringen zu lassen.

Im Jahre 1999 wurde eine neue Kirchenbeleuchtung installiert und 2003 eine sanfte Innenrenovation zur Erhaltung der Wandmalereien vorgenommen.